Des Wieners Hütte

Gut ein halbes Jahr ist es nun her, dass die Wiener Hütte zwischen Kaltenleutgeben und Breitenfurt – etwas außerhalb des Wiener Stadtgebiets – wiedereröffnet hat. Wir haben seinerzeit berichtet. Knapp zwei Jahre hat es gedauert, bis die Finanzierung und Realisierung eines Umbaus und die Vergabe an einen neuen Pächter in trockenen Tüchern waren.

Nun war also der Moment gekommen, sich die neu entstandene Gaststätte während des sommerlichen Betriebs einmal anzusehen. Also, Ranzen geschnürt, und gewandert, nämlich einen Teil der Wanderung 15 – „Am Stadtrand von Wien“ – aus unserem Buch „Wandern im Wienerwald“. Start war in Rodaun, wie üblich an der Endstation der Linie 60. Über Ketzer- und Willergasse erreicht man das Plateau der Bergkirche von Rodaun und geht dann den Zugberg durch den Leopoldsdorfer Wald allmählich bergwärts, bis nach ca. 1 Std. die Hütte erreicht ist.

190710-4 Wiener HütteDa steht sie also, die neue Hütte – wie vorher am Waldrand, es ist aber so gut wie kein Stein auf dem anderen geblieben. Der Gastgarten (siehe oben) auf der Südseite des Hauses – neben dem holzgetäfelten Haupttrakt – sieht einladend aus, Tische und Sessel sind gediegen und stehen auf einem Holzdielenboden bzw. auf Fliesen – wohl beschattet durch gewaltige Schirme. Sollte dieser Platz nicht ausreichen, sind unterhalb im Kies weitere Sitzgelegenheiten unter Bäumen aufgestellt.

190710-3 Wiener HütteAuch im Inneren dominiert Holz die Einrichtung, der Boden ist teilweise verfliest bzw. aus Holz. Der Lichteinfall ist durch großzügige Fensterfronten mehr als ausreichend. Ein Anbau vom alten Gebäude wurde auch restauriert und steht als Gastraum zur Verfügung (siehe unten). Insgesamt entsteht der Eindruck, dass durch das Neue und Moderne der Ausstattung das Flair einer Berghütte nicht zerstört, sondern begünstigt wird.

190710-2 Wiener HütteDas Speiseangebot ist ausreichend und traditionell auf Rezepte aus Österreich und der Schweiz bzw. deren Kombinationen ausgerichtet. Die Preisstruktur ist eher im gehobeneren Segment angesiedelt, die Portionen allerdings dem Preis angepasst üppig.

Dass die Trumer Privatbrauerei als Financier des Neubaus im Hintergrund steht, ist kein Geheimnis. Eine moderatere Preisgestaltung beim angebotenen Bier würde man sich trotzdem wünschen.

Aber wir wollen hier nicht meckern. Als Wanderer sind wir froh, dass diese Einkehr wiederbelebt wurde, denn sie war und ist ja auf diesem Höhenrücken doch die einzige Möglichkeit dafür. (shaw)


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