Tag 12: Geschichtsstunde

Die Challenge

… siehe den Beitrag zu Tag 1

Tag 12

Heute möchte ich Ihnen die Garnisonen des Donau-Limes in meiner Nähe vorstellen.

Ich habe einige Journalisten getroffen und die Gelegenheit genützt, ihnen nicht nur mehr über mein 14tägiges Experiment zu erzählen, sondern auch ein wenig über die gut erhaltene Limes-Infrastruktur des Tullnerfelds aus dem 4. Jahrhundert und das enorme Potential, das darin steckt und von Politikern vielerorts völlig ignoriert wird. Ich möchte ihnen zeigen, welches kulturelle, touristische und wirtschaftliche Potential dieses Erbe im Rahmen der bevorstehenden Nominierung des Donau-Limes zum UNESCO-Weltkulturerbe birgt. Ich werde dieses Jahr an vielen weiteren Abenteuern und Experimenten teilnehmen und diese organisieren, um die notwendige Aufmerksamkeit und das Bewusstsein für die Chancen zu schaffen. In Deutschland werden meine Ideen und Konzepte bereits erkannt und teilweise umgesetzt. Ich frage mich, warum Österreich immer hinterherhinken muss, wenn es um Innovation und das Erkennen der richtigen Momente und Entscheidungen geht …

Das Tullnerfeld heute. Blick von der Tempelbergwarte Richtung Westen in das östliche Tullnerfeld © Bwag

Das Tullnerfeld ist eine fruchtbare Ebene, die sich entlang der Donau zwischen dem Wienerwald [der auf 30 Routen in unserem Buch „Wandern im Wienerwald“ begangen wird; Anm. d. Red.] und der schönen Wachau erstreckt. Aufgrund des flachen Geländes und der vielen Seitenarme der Donau in dieser Gegend konnte der Limes leicht überquert werden. Deshalb gab es hier fünf Garnisonen, die die Ebene bewachten. Im Osten waren dies Cannabiaca (Zeiselmauer) und – die wichtigste Garnison – Comagena (Tulln), die einen Teil der Donauflotte beherbergte und heute unter dem „Kommando“ der Quartodecimani [Living-History-Gruppe, die das Leben in der 14. Legion in der Spätantike rekonstruiert, Anm. d. Red.] steht. Weitere Garnisonen waren Asturis (Zwentendorf), Augustianis (Traismauer) und Favianis (Mautern). Am achten Tag meiner Rüstungs-Challenge marschierte ich von meinem Turm in den Hügeln des Mons Cetium zur Garnison von Cannabiaca (nachzulesen hier: Tag 8: Der 12-Kilometer-Marsch nach Cannabiaca)

Heute möchte ich die Kavallerie-Garnison von Augustianis und die Garnison von Favianis vorstellen. In meinem YouTube-Video hören und sehen Sie eine detaillierte Beschreibung beider Orte und ihrer einzigartig gut erhaltenen römischen Gebäude – in englischer Sprache (mit Untertiteln):

Nach dieser kleinen Tour packte ich zusammen und fuhr nach Noricum Mediterraneum – tief in den Alpen liegend –, um mich auf das Finale dieses Experiments vorzubereiten. Mein Onkel hat dort eine Hütte mit Herd und einigen Vorräten, die ich die nächsten Tage benutzen darf. Außerdem begrüßte ich das motivierte und inspirierende Filmteam von Netta Mea, das sich bereit erklärte, mich beim Aufstieg auf den 2300 m hohen Berg zu begleiten.

Zahlen von heute

Ich aß morgens mein übliches Plumentum und beschloss, anlässlich der Interviews auch Beinschienen und Armschutz zu tragen. Dies fügte meiner Ausrüstung ungefähr 3,5 kg hinzu.

Ernährung:
Frühstück: 540 kcal
Kohlenhydrate: 83 g
Fett: 9,5 g
Proteine: 19 g

Abendessen: 1.934 kcal
Kohlenhydrate: 162 g
Fett: 81 g
Proteine: 109 g

In der Früh wog ich: 83,4 kg
Körperfett: 18,4 %, BMI: 23,9

Am Abend wog ich: 83,7 kg
Körperfett: 18,6 %, BMI: 23,9

Wenn Sie mehr über Géza Franks Challenge erfahren wollen, können Sie ihm auch auf Instagram unter theageofarthur folgen.
Und wenn Sie glauben, dass seine Aktivitäten zur Förderung des römischen Erbes wie des Donau-Limes unterstützenswert sind, dann können Sie das für nur 1 $ über Patreon tun. (kat)


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