Das böse Gestirn

Juckender Ausschlag, Rötungen und Pusteln – wer nach einer Wanderung (30 davon sind in unserem Buch für alle Jahreszeiten, „Wandern im Wienerwald“, genau beschrieben) solche Symptome zeigt, hat womöglich eine „Sonnenallergie“. Hier erfahren Sie, wie Sie am besten vorbeugen können und die Symptome mit Hausmitteln natürlich behandeln.

„Sonnenallergie“: die Allergie, die keine ist

Vor allem helle Hauttypen vertragen Sonnenlicht auf der Haut nur schlecht. Statt haselnussbraun wird die Haut nach dem Sonnenbad fleckig und gerötet, juckende Pusteln breiten sich aus. „Sonnenallergie“ lautet dann oft die Diagnose, wobei es sich bei der Reaktion genau genommen um keine Allergie, sondern ein Sonnenekzem handelt.

Die häufigste Form der Sonnenallergie ist die „polymorphe Lichtdermatose“. Ebenfalls verbreitet ist außerdem die „Mallorca-Akne“, bei der nach Sonneneinstrahlung juckende Pickel entstehen. Frauen sind von der Sonnenallergie häufiger betroffen als Männer.

Um welche Form der Sonnenallergie es sich auch immer handeln mag – schuld an den unangenehmen Symptomen sind UVA- und UVB-Strahlen.

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Am besten erst bei Sonnenuntergang in den Wald … oder hilft auch was anderes?

So beugen Sie einer Sonnenallergie vor

Wer bereits weiß, dass seine Haut empfindlich auf Sonneneinstrahlung reagiert, sollte einige Dinge beachten, um einer Sonnenallergie vorzubeugen.

• Gewöhnungseffekt: Vor allem im Frühling und im Urlaub sollten Sie Ihrer Haut die Möglichkeit geben, sich langsam an die starke UV-Strahlung zu gewöhnen.
• Schattendasein: Über die Mittagszeit sollte man die pralle Sonne meiden und nach einem schattigen Plätzchen Ausschau halten.
• Sonnenschutz: Ist keine Flucht in den Schatten möglich, dann greife man zur Sonnencreme – die hoffentlich irgendwo im Rucksack herumkugelt! Es empfiehlt sich außerdem, einen breitkrempigen Sonnenhut und lange, dünne Kleidung (z. B. aus Leinen) zu tragen.
• UV-Schutzbekleidung: Durch die spezielle Webart bietet sie einen wirksamen Schutz vor UV-Strahlen.
• Nicht vergessen: UV-A-Strahlen können bis zu einem bestimmten Grad auch durch Fensterglas dringen. Denken Sie daher auch im Büro oder im Auto an den UV-Schutz!
• Vitamin D3, Vitamin A, Calzium und Beta-Carotin sollen dabei helfen, einer „Sonnenallergie“ vorzubeugen. Versuchen Sie also vor allem im Frühling und Sommer, möglichst viele Lebensmittel zu sich zu nehmen, die diese Nährstoffe enthalten. Vitamin A beispielsweise steckt vor allem in Obst oder Gemüse, das gelb, orange, tiefdunkelgrün oder rot ist, wie beispielsweise Karotten.

Hausmittel gegen die Sonnenallergie

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• Kalte Umschläge helfen gegen die Entzündung und lindern den Juckreiz.
• Topfenumschläge: Topfen wirkt entzündungshemmend, kühlt und lindert den Juckreiz. Einfach auf die betroffenen Stellen auftragen und – wenn die Masse getrocknet ist – mit lauwarmem Wasser abspülen.
• Aloe-vera-Gel: Diese feuchtigkeitsspendende Wunderpflanze wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und beruhigt die gereizte Haut.
• Apfelessig: Zwei Teelöffel Apfelessig mit einem Viertelliter abgekochtem Wasser vermischen und die betroffenen Stellen damit einreiben. Das lindert den Juckreiz und kühlt die Haut.
• Heilerde: Das altbewährte Naturheilmittel wirkt antibakteriell, entzündungshemmend, schmerzlindernd und mindert den Juckreiz. Einfach Heilerde (gibt es in der Apotheke) mit Wasser zu einer Paste anrühren und auf die betroffenen Stellen auftragen. Nachdem die Erde getrocknet ist, mit lauwarmem Wasser abspülen.

Hausmittel können die Beschwerden einer Sonnenallergie lindern – wenn die Symptome jedoch sehr stark sind, empfiehlt sich ein Besuch zum Arzt.  (kat)

 


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