Ein Schloss am Rande

In dem kleinen Ort Totzenbach in der Gemeinde Kirchstetten – am Rande des Wienerwalds (trotzdem nicht das Buch „Wandern im Wienerwald“ vergessen!) – verbirgt sich ein ganz besonderes Juwel: eines der wenigen noch völlig von einem Teich umgebenen Wasserschlösser in Niederösterreich.
Die Burg wurde wohl im 9. Jh. bei der bayrischen Landnahme von bayrischen Adeligen, den „Tozi“, gegründet. Ein Seyfried von Totzenbach und sein Bruder Gottfried – ein Minnesänger – werden von Ulrich von Lichtenstein in seinem Roman „Frauendienst“ als Dienstmannen des Otto von Lengenbach genannt.
Zur Erinnerung: die Lengenbacher waren ein edelfreies Geschlecht, ihre mächtige Burg thront heute noch majestätisch über dem Markt Neulengbach. Anders als die Burg Neulengbach, die heute leider rein privat ist, kann man das Wasserschloss Totzenbach jedoch im Rahmen von Führungen besichtigen.
Auch für Feiern und Hochzeiten ist das Schloss zu mieten.

Schloss Totzenbach ist vom Bahnhof Kirchstetten in ca. 25 Minuten zu Fuß erreichbar. Der Weg führt allerdings die Straße entlang und ist nicht sehr lohnend. Allerdings kann man das Schloss auch von Böheimkirchen aus über Hinterberg in ca. 90 Minuten auf wunderschönen Wegen erreichen: vom Bahnhof Böheimkirchen durch den Markt und dann in die Ortschaft Hinterberg. Nach Hinterberg den Berg rauf und dann den Güterweg auf den Kronberg links bergan. Dem Weg immer folgend, erreichen wir den Haspelwald, an dessen Rand wir bis zur Anhöhe wandern, die das Totzenbachtal vom Tal von Hinterberg trennt. Dort queren wir die Straße – und nach einigen hundert Metern geht’s links runter in den Ort Totzenbach.
Sehenswert: die wunderschöne gotische Pfarrkirche – leider zugesperrt – und natürlich das Wasserschloss.Bei extra gebuchten Führungen beginne ich in der Kirche und gehe mit meinen Gästen dann zum Schloss.
Achtung: Das Dorfwirtshaus Gnasmüller hat oft geschlossen. Vorher anrufen!

An den nächsten Sonntagen lade ich zur Führung durch das Schloss Totzenbach und den Schlosspark als Zusatzprogramm zur Ausstellung der Zeitzeigen über das Lebenswerk des Bildhauers Helmut Bliberger ein. Wir besuchen das Schloss, den Rittersaal – wo ich gerne eine Kostprobe mittelalterlicher Musik gebe – und wandern dann um den Schlossteich mit wunderschönen Blicken auf das Schloss. (Schlosspark nur bei Windstille, wegen Windbruchgefahr).
Treffpunkt: vor dem Dorfarchiv
Dauer: etwas mehr als eine Stunde
Unkostenbeitrag: € 8,– pro Person, Kinder gratis
Keine Anmeldung – wer da ist, geht mit!
Im Schloss wird eine angemessene Spende erwartet.
Termine: So, 4. 10., 16 Uhr; So, 11. 10., 16 Uhr; So 18. 10., 16 Uhr

An den folgenden Samstagen führt mein Freund und Kollege Franz Zwedorn durch das Dorf mit Schloss außen und Kirche:

Sa, 3. 10., 16 Uhr; Sa, 10. 10., 16 Uhr; Sa, 17. 10., 16 Uhr (MH)

Über den Autor dieses Beitrags

Manfred klein

Geschichten begeistern mich ein Leben lang. So habe ich meine Berufung zum Beruf gemacht und bin jetzt Austria-Guide. Wenn Sie einen Begleiter und Guide für einen Tag oder Nachmittag brauchen, rufen Sie mich an. Ob Burg, Stift oder Stadt – ich begleite Sie gerne und habe viel zu erzählen!

Manfred Hartl: +43 664 73 90 55 23
Mail: manfredhartl@gmx.at
Website:  https://www.guide-manfred.com


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