Wer? Ingwer. Was? Tee.

Glauben Sie uns – derzeit wollen Sie keine Verkühlungsanzeichen zeigen. Abgesehen davon, dass man da in die Schandmaske reinrotzen könnte, besteht die Gefahr von Quarantäne, erzwungenen Familientrennungen, Isolation und wahrscheinlich bald einem Umerziehungslager (für die sogenannten Zweifler). Da greifen wir doch lieber zum Ingwertee, der sich über Jahrhunderte hinweg als Hausmittel gegen Erkältungen, Reiseübelkeit, Migräne und Verdauungsprobleme bewährt hat. Damit Sie auch morgen noch in relativer Freiheit eine Wanderung unternehmen können – am besten eine aus unserem diktaturallergischen Buch „Wandern im Wienerwald“.

Ingwertee selber machen ist keine Hexerei. Für eine Tasse brauchen Sie:

  • ein Stück einer Ingwer-Knolle – die leicht verschrumpelten sind meist etwas schärfer und daher besser für den Tee geeignet
  • kochendes Wasser
  • bei Bedarf etwas Honig

Ingwertee-Zubereitung

  1. Waschen Sie die Ingwerwurzel.
  2. Entfernen Sie die Ingwerschale nicht. Gerade in der Schale verbergen sich viele wichtige Inhaltsstoffe, die die positive Wirkung der Wurzel ausmachen.
  3. Schneiden Sie ein etwa drei bis fünf Zentimeter großes Stück ab.
  4. Zerteilen Sie das Stück entweder in dünne Scheiben oder raspeln Sie es mit einem Gemüsehobel fein.
  5. Geben Sie den Ingwer in eine Tasse und übergießen Sie ihn mit heißem Wasser.
  6. Lassen Sie ihn für ca. zehn Minuten zugedeckt ziehen.
  7. Fertig! Je nach Vorliebe können Sie den Tee nun noch mit Honig süßen.

Genießen Sie den Tee möglichst heiß und schlückchenweise vor oder zu den Mahlzeiten.

Ingwertee-Varianten

Ingwertee ist pur sehr geschmackvoll. Wenn Sie Ihren Ingwertee aber selber machen und Abwechslung mögen, können Sie ihm auch etwas frischgepressten Zitronensaft hinzugeben. Das sorgt für noch mehr Vitamin C und stärkt Ihr Immunsystem. 

Aber auch verschiedene Kräuter können Ihrem selbstgemachten Ingwertee eine besondere Geschmacksnote verleihen. Probieren Sie doch einfach einmal folgende aus:

  • Pfefferminze
  • Thymian
  • Zitronenmelisse
  • Currykraut
  • Rosmarin

Ingwertee: häufige Fehler

Auch wenn es keine Kunst ist, Ingwertee selber zu machen, sollten Sie einige Fehler vermeiden: 

  • Ingwer zu früh aufschneiden: Damit keine wertvollen Inhaltsstoffe verloren gehen, schneiden SIe die Knolle erst kurz vor dem Aufkochen auf. 
  • Falsche Wassertemperatur: Den Ingwertee sollte man mit siedendem Wasser zubereiten – anders als etwa Grünen Tee, der Temperaturen von nur 60 bis 90 Grad benötigt. 
  • Ingwer schälen: Wie bereits erwähnt, stecken in der Schale wertvolle Inhaltsstoffe, die beim Schälen verloren gehen.
  • Der falsche Ingwer: Gerade weil die Schale mitgekocht wird, ist es wichtig, Bio-Ingwer zu verwenden. Bei konventionellem Ingwer gelangen sonst Pestizide in den Tee. 

Die Wirkung von Ingwer

Als Gewürz hat Ingwer eine lange Tradition – und auch als Heilmittel spielt die Wurzel vor allem in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) seit Jahrtausenden eine wichtige Rolle. Grund dafür sind die Inhaltsstoffe, vor allem die zu den Scharfstoffen zählenden Gingerole und ätherischen Öle. Die chemische Struktur von Gingerol ähnelt der von Aspirin und wirkt nachweislich entzündungshemmend, schleimlösend und schmerzstillend. Die Scharfstoffe regen die Magensäfte an und bringen die Verdauung in Schwung.

Auch bei uns ist Ingwer sehr beliebt, besonders als Hausmittel gegen Erkältung. Ingwer ist jedoch auch darüber hinaus eine wahre Wunderknolle. So hilft er unter anderem bei:

  • Übelkeit (auch bei Reiseübelkeit) und Brechreiz
  • Verdauungsproblemen
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Appetitlosigkeit
  • Menstruationsbeschwerden

Jetzt kann Ihnen also praktisch nichts mehr passieren – außer, die Reichskanzlei ruft einen neuen Lockdown aus. Aber dann sind Sie wenigstens gesund genug, um in den Wald zu flüchten …  (kat)


Ein Gedanke zu “Wer? Ingwer. Was? Tee.

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