Gefahr im Glas

Sitzt man im Sommer beim Picknick oder nach einer Wanderung (begleitet von unserem unerlässlichen Ratgeber und Begleiter „Wandern im Wienerwald“) beim Heurigen, dann dauert es nicht lange, bis man von aufdringlichen Wespen heimgesucht wird. Gern schwirren die Viecher um Wein- und Limonadengläser, Wurstbrote und Salate herum – überall halt, wo sie einem besonders auf die Nerven gehen können. Eine hektische Bewegung reicht, und schon hat einer der Quälgeister zugestochen. Der Wespenstich ist zwar äußerst schmerzhaft und der Juckreiz lästig, in den meisten Fällen ist der Stich jedoch ungefährlich.

Wichtig ist vor allem: Ruhe bewahren und beobachten, wie der Körper auf den Wespenstich reagiert. Kommt es unmittelbar danach zu Atemnot, Herzrasen oder Kreislaufbeschwerden, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Wenn Sie eine Wespe gestochen hat, müssen Sie aber nicht immer zu Präparaten und Salben aus der Apotheke greifen – es gibt auch sehr wirkungsvolle Hausmittel (sehr ähnliche wie beim Bienenstich) gegen die auftretende Schwellung oder lästiges Jucken.

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Wespenstich behandeln: 9 wirksame Hausmittel

  • Kühlen: Am wichtigsten ist es, den Wespenstich zu kühlen. Dazu eignen sich hervorragend Kühl-Akkus, die gerade beim Picknick im Grünen oder im Freibad rasch zur Hand sind, aber auch Eiswürfel. Die Kälte verringert den Juckreiz und hemmt Entzündungsprozesse. Außerdem geht dadurch auch die Schwellung zurück. Achtung: Kühl-Pads oder Akkus immer in ein Tuch wickeln, damit es nicht zu Erfrierungen kommt!
  • Wärme: Ab einer Temperatur von circa 45 Grad zerfallen die Proteine im Wespengift. Erwärmt man Metall – etwa einen Löffel – oder nimmt einen mit heißem Wasser getränkten Wattebausch und drückt diesen vorsichtig auf die Wunde, kann auch das den Wespenstich lindern.
  • Zwiebel: Ein altbewährtes Hausmittel sind frisch aufgeschnittene Zwiebeln – mit ihnen kann man Wespenstich akut behandeln. Eine halbe Zwiebel für etwa eine halbe Stunde auf den Stich legen – das wirkt wahre Wunder. Der Zwiebelsaft hat antibakterielle Eigenschaften, desinfiziert und lindert den Juckreiz. Außerdem geht die Schwellung zurück.
  • Honig: Genauso wie die Zwiebel hat auch Bienenhonig eine antibakterielle Wirkung und sich als Hausmittel nicht nur zur Behandlung von Wespenstichen bewährt.
  • Spitzwegerichblätter: Sie sind eine ideale Sofortmaßnahme, wenn man in der freien Natur gestochen wird. Sie wachsen praktisch überall, und man braucht sie lediglich zwischen den Fingern zu zerreiben und den Saft auf den Wespenstich zu tupfen. Schmerzen und Schwellung lassen fast unmittelbar nach. Sie können sich aus Spitzwegerich auch eine Salbe für Ihr Erste-Hilfe-Kit selber herstellen.
  • Ätherische Öle: Sie helfen nicht nur dabei, lästige Insekten fernzuhalten, sondern auch bei der Behandlung von Insektenstichen. Teebaumöl hilft beispielsweise gegen die Schwellung. Nelken-, Eukalyptus- oder Lavendelöl verringern den Juckreiz, Pfefferminzöl wirkt angenehm kühl und desinfizierend.
  • Natron: Wenn man Natron (= Speisesoda) mit etwas Wasser verdünnt, ist das dabei hilfreich, das säurehaltige Gift der Wespe zu neutralisieren. Dazu muss man nur einen Wattebausch in die Lösung tauchen und mit einem Verband an der betroffenen Stelle fixieren.
  • Essig: Umschläge mit Essigwasser wirken kühlend und desinfizierend bei Wespenstichen.
  • Aloe vera: Sie spendet der Haut nicht nur Feuchtigkeit, sondern mindert auch den Juckreiz. Einfach ein Blatt abschneiden und das Gel auf dem Stich verteilen.  (kat)

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