Warte im Wintermodus

Mächtig ragt sie in den erstaunlich stahlblauen und Chemtrail-freien Himmel auf: die Jubiläumswarte auf dem Hügelkonglomerat Gallitzinberg. Kundige Wienerwaldbesucher wissen, dass sie eine von drei Warten ist, die zum 50jährigen Regierungsjubiläum des Kaisers im Jahr 1898 errichtet wurden.
Ein Aufstieg auf die 31 m hohe Aussichtsterrasse bleibt allerdings verwehrt, weil man in der augenblicklich problematischen Zeit sicherheitshalber gleich einmal die Wintersperre nicht aufgehoben hat.

Den Außenbereich der Wiener Waldschule des Wiener Forstamts kann man betreten, der museale Innenraum ist (noch) geschlossen.

200408-2 Wiener Waldschule

Um das prachtvolle Wetter auszunützen, entschließe ich mich, einen Abstecher zur Kreuzeichenwiese zu machen. Die Passage dorthin säumen ergiebige Bärlauchfelder zwischen den knorrigen Bäumen.

200408-5 Bärlauch

Gelegentlich begegne ich Auslauf suchenden älteren Menschen und joggenden oder radelnden jüngeren Personen. Auf der Wiese selbst wird vereinzelt auch gelagert und die intensive Sonne genützt. Alles läuft im erforderlichen Mindestabstand ab.

200408-6 Kreuzeichen

Im Zurückwenden kann ich nicht umhin, auch ein paar saftige Bärlauchbüschel für das nächste Selfmade-Menü abzureißen.
Über die Johann-Staud-Straße umfahre ich dann den Gallitzinberg und gelange in die Savoyenstraße, nämlich zum Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie und zum Schloss Wilhelminenberg – quasi Endpunkt der Wanderung 1, die im unerlässlichen Wanderbegleiter „Wandern im Wienerwald“ ausführlich beschrieben wird.
Ein Rundgang zum Montléart-Mausoleum und zur Schlossherberge, die verlassen ist und offenbar auch renoviert wird, ist immer empfehlenswert.

200408-7 Schloss

Auf der Wiese vor dem Schloss ist das Lagern derzeit nicht gestattet. Man kann aber auf den Wegen um das großartige Gebäude vorbeispazieren, was genauso erfreulich ist, weil der Blick auf die Großstadt von allen Punkten aus spektakulär ist.

200408-8 Tiefblick

Übrigens: Wer daran denkt, nach Aufhebung der Lokalsperren in der Villa Aurora am Ende der Wilhelminenstraße einkehren zu wollen, dem sei mitgeteilt, dass das Gasthaus weiterhin geschlossen ist und es offenbar bleibt (wir haben berichtet). Die geplanten Erneuerungsarbeiten wurden noch nicht begonnen. Das Lokal soll allerdings als solches erhalten bleiben, obwohl mittlerweile das Grundstück an eine Immobilienfirma verkauft wurde. Ein Abriss sei kein Thema, heißt es. Hingegen freue man sich nach einem Relaunch auf ein Comeback. Warten wir also ab, wie sich die Sache entwickeln wird.  (shaw)


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