Erlebnis Remise

Ein toller Streifzug durch die Vergangenheit des Verkehrswesens in Wien ist garantiert, sollten Sie sich entschließen, die Remise – das Verkehrsmuseum der Wiener Linien – zu besuchen, das in der gegenwärtigen Form seit September 2014 in den historischen Hallen am Ludwig-Koeßler-Platz in Wien-Erdberg seine Heimstätte hat. Es ist ganzjährig Mittwoch, Samstag und Sonntag geöffnet.

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Im Museum unternimmt man entlang von 14 Themeninseln eine Zeitreise durch die immerhin schon 200 Jahre währende Geschichte des öffentlichen Verkehrs in der Bundeshauptstadt – durchaus mit überraschenden Begegnungen. Die Hauptdarsteller des Museums sind klarerweise Straßenbahnen und Busse der unterschiedlichsten Bauart und Verwendung im Lauf der Geschichte. So ist auch jener Bus zu sehen, der 1976 mit der Reichsbrücke in die Donau gestürzt ist.

Aber auch Stadtbahn- und U-Bahn-Garnituren können näher begutachtet und befühlt werden. Ein Simulator versetzt den Besucher in die Situation des Fahrers, der die  fünf bestehenden U-Bahn-Strecken abfahren kann. Die Themeninseln bieten interaktive und multimediale Stationen, die zum Mitmachen einladen.

 

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Besonderes Interesse beim kundigen Wienerwald-Wanderer wecken die historischen Bilder von öffentlichen Verbindungen, die auch in unserem Buch „Wandern im Wienerwald“ erwähnt werden. Ein wesentlicher Ansatz in der Planung der Wanderrouten war nämlich die öffentliche Anbindung der Start- und Zielpunkte.

Und so erfreuen z. B. ganz besonders das 1:1-Modell eines Busses und die präsentierten Bilder der Linie 21, die bis 1974 auf den Kahlenberg gefahren ist …

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Auch ein Bild der O-Bus-Linie 22 (!) vom Gürtel nach Salmannsdorf – Vorläufer der Linie 35A – zieht die Aufmerksamkeit auf sich.

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Spektakulär auch die Bilder von der Tramwaylinie 49, die in Doppelstockbauart zwischen 1913 und 1939 auf der Strecke Bellaria – Hütteldorf unterwegs war.

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Unserer Wanderung über das Kahlengebirge – W2 mit dem Titel „Schöne Aussichten“ – ist ein spezieller Kasten über „Die Bergbahnen von Wien“ angeschlossen, der diesen heute ungewöhnlich anmutenden Aufstiegshilfen gewidmet ist. Die Bilder, die dazu in der Remise zu sehen sind, lassen eine längst vergangene Zeit wiederauferstehen und den Betrachter wehmütig werden. So mancher wünscht sich, dass diese Zeit neuerlich aufleben möge.

Hier sieht man eine Aufnahme aus dem Jahr 1875 von der Bergstation der Schrägseilbahn auf den Leopoldsberg

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… und hier eine Ansicht der gesamten Seilbahnanlage von der gegenüberliegenden Uferseite der Donau aus dem Jahr 1873.

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Anrührend ist auch eine Aufnahme der Zahnradbahn auf den Kahlenberg, die immerhin bis 1921 in Betrieb war.

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Begeben Sie sich also auf eine Zeitreise in die Historie des Wiener Verkehrswesens. Sie werden nicht enttäuscht sein!  (shaw)


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